Bareos tritt dem Fediverse bei

Am 27. April 2021 ist Bareos mit einem Mastodon-Account dem Fediverse beigetreten. So wollen wir auch Menschen außerhalb von zentralen Netzwerken mit Neuigkeiten über unsere Open-Source-Backup-Lösung versorgen. Warum wir uns jetzt nicht nur bei Facebook, Twitter und LinkedIn auch noch im Fediverse tummeln? Das erklärt dieser Gastbeitrag einer Kollegin unseres Partners dass IT.

Als Open-Source-Unternehmen fördert Bareos gerne andere Open-Source-Netzwerke, die neue Ansätze verfolgen. Zugegeben, so ganz neu ist das Fediverse nicht – immerhin feiert es gerade seinen 13. Geburtstag. Das Fediverse (zusammengesetzt aus „federation“ und „universe“) bezeichnet ein Netzwerk föderierter und voneinander unabhängiger Netzwerke, Microblogging-Dienste und anderer Websites. Die Idee dahinter: Ein Benutzerkonto auf einer beliebigen Fediverse-Plattform reicht aus, um sich mit anderen Anwenderinnen und Anwendern auf allen anderen Fediverse-Plattformen auszutauschen, ohne dort einen weiteren Account anlegen zu müssen – ein wesentlicher Unterschied zu den datenhungrigen geschlossenen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co.

Fediverse, Mastodon und Bareos

Wir alle kennen die Schattenseiten: Die Kritik reicht von „zu mächtig“ oder „zu unsicher“ bis hin zu „problematisch, was den Datenschutz betrifft“. Die Unternehmen hinter den Social-Media-Plattformen sammeln Daten ihrer Benutzer*innen, werten diese aus und monetarisieren sie. Die Plattformen sind außerdem dankbare Ziele von Hackerangriffen, weil die Daten zentral gespeichert werden. Wir wissen also alle um die Probleme, und wir kennen auch alternative Möglichkeiten, uns zu vernetzen – was also hindert uns am Umzug?

Was macht das Fediverse aus?

Das Fediverse ist ein Zusammenschluss von vielen verschiedenen Netzwerken. Jedes Netzwerk kann nochmal beliebig viele Instanzen haben, die man sogar selbst aufsetzen kann. Der Code ist quelloffen und somit offen einsehbar. Benutzer*innen dürfen frei wählen, wo sie sich registrieren und wem sie ihre Daten anvertrauen. Wer das Ganze komplett selbst in die Hand nehmen möchte, setzt einen eigenen Dienst auf. Das funktioniert also ähnlich wie bei der guten alten E-Mail: Jeder entscheidet selbst, wo er oder sie eine Adresse registriert und wem er vertraut. Benutzer*innen kommunizieren mit Menschen auf der ganzen Welt, die auch eine E-Mail-Adresse haben – das ist also dezentral.

Ähnlich funktioniert Mastodon: Alle können mit anderen Mastodon-Nutzern kommunizieren, egal, wo sie sich angemeldet haben. Aber das ist noch nicht der ganze Clou. Die Teilnehmenden können sogar mit allen anderen im Fediverse (oder zumindest mit einem sehr großen Teil) darüber kommunizieren. Das vom W3C entwickelte ActivityPub-Protokoll macht’s möglich. Da Mastodon wie gesagt nicht das einzige Netzwerk im Fediverse ist, können Benutzer*innen mit ihrem Account auch andere Netzwerke erreichen, etwa Friendica oder Diaspora. Sie können sogar unter PeerTube (was ebenfalls mehrere Instanzen hat) Videos kommentieren.

Unabhängig und geschützt

Die Daten liegen also nicht bei einem Anbieter, was Hackerangriffe nahezu sinnlos macht. Da viele Nutzer*innen mit einem Nicknamen unterwegs sind und meist nur die Server-IP an die anderen Instanzen weitergereicht wird, ist das Fediverse zudem relativ anonym. Natürlich kann es passieren, dass eine Instanz den Dienst einstellt. Es ist jedoch jederzeit möglich, die eigenen Daten zu exportieren. Das ist beruhigend, auch für den Fall, dass man mit der eigenen Instanz einmal unzufrieden ist. Übrigens: Niemand muss befürchten, dass auf einer anderen Instanz keine anderen Menschen mehr sind, denn es können ja stets alle mit allen anderen kommunizieren.

Wir finden das eine gute Sache und hoffen auf noch mehr Follower im Fediverse – fröhliches Tooten!

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